SEO-Briefing-Check: Unterschätzt aber so wichtig

Das Redigieren von Texten für Print und das Web gehört zu den wichtigsten Aufgaben für Publisher. Doch, klar ist auch: Nur gut strukturierte, einzigartige und die Nutzerfragen ins Zentrum rückende Artikel und Texte belohnt Google mit hohen Positionen in den Suchergebnissen. Daher sind die Abnahme und Korrektur des SEO-Briefings mindestens ebenso wichtig wie das Redigat des Textes. Doch worauf kommt es bei der Abnahme der SEO-Vorgaben genau an? Was muss der SEO-Manager vor dem Veröffentlichen prüfen?


Für Online-Texte fällt die Aufgabe des Korrekturlesens meist Content-Managern oder speziellen SEO-Redakteuren zu, die in Sachen Redigatur und (inhaltlicher) Qualitätssicherung besonders geschult sind. Auch kann es sein, dass die Autoren selbst ihre Beiträge vor der Veröffentlichung nochmal überprüfen und gegenlesen. In jedem Fall geht es bei dieser Form der Abnahme aber immer um folgende Fragestellungen:

  • ist der Artikel formal und sprachlich-stilistisch einwandfrei?

  • passen Grammatik und Rechtschreibung?

  • stimmen alle Daten, Fakten, Zahlen und Informationen?

  • sind das Format, Layout und die Ansprache der User/Leserschaft stimmig sowie kohärent?

Das oberste Ziel ist immer, Fehler, schlechte Formulierungen und sonstige Mängel jeglicher Art vor dem Publizieren auszubessern. Nur so wird gewährleistet, dass die Inhalte eine entsprechende Qualität aufweisen, um bei Google gefunden zu werden und bis ganz nach oben zu kommen. Dem Redigat kommt also eine mindestens ebensolch zentrale Aufgabe zu wie der Keyword-Recherche, der Recherche bzw. der Suche nach dem passenden Content, dem Schreiben der Texte sowie dem internen Linkaufbau.


Artikel fit für Google machen: das SEO- und Texter-Briefing

Doch nicht nur inhaltlich und orthografisch muss alles passen. Mindestens genauso entscheidend ist, dass der Texter alle Vorgaben aus dem SEO-Briefing umgesetzt und in den Text eingebaut hat – auch wenn dieser Arbeitsschritt oft vergessen und gemeinhin etwas unterschätzt wird. Im SEO-Briefing sind die wichtigsten, elementaren Aspekte und Punkte rund um die Suchmaschinenoptierung des zu bearbeitenden Themas und Textes enthalten. Essentielle Infos, über die der Autor oder SEO-Texter verfügen muss, bevor er sich ans Schreiben macht.

Es geht dabei unter anderem um folgende Fragen, auf die das Briefing Antworten liefern und den Autor informieren muss:

  • wie lautet das Haupt-/das Fokus-Keyword?

  • was sind weitere wichtige Suchbegriffe?

  • welches Suchvolumen haben die Keywords?

  • für wen schreibe ich den Text (Zielgruppe)?

  • was sind die Ziele des Beitrags und was ist seine (Kern-)Aussage?

  • welche User-/Nutzerfragen muss der Text beantworten?

Korrektur des SEO-Briefings – Abnahme der SEO-Vorgaben


Manchmal obliegt demjenigen Mitarbeiter oder Freelancer, der auch die Redigatur des SEO-Textes bzw. suchmaschinenoptimierten Artikels (siehe oben) übernimmt, auch der Check der SEO-Vorgaben aus dem Briefing. Meist verfügen Unternehmen oder Projekte aber über extra für diesen Bereich zuständige, erfahrene und mit den Wirkungs- sowie Arbeitsweisen von Suchmaschinen vertraute (externe) Kräfte:


Die Rede ist von den SEO-Managern, die das SEO-Briefing für die Redakteure erstellen. Und die den Text am Ende sowie kurz vor dem Veröffentlichen auch nochmals hinsichtlich der Einhaltung aller SEO-Vorhaben-/Regeln kontrollieren. Folgende Dinge muss der SEO-Manager im Rahmen seiner SEO-„Kontrolle“ ausgiebig checken:

1. Headline H1 und Meta-Daten Müssen exakt so wie im Briefing lauten.

2. URL Entsprechend der Vorgabe im Briefing, keine doppelten Verzeichnisse.

2.1 Subheadlines prüfen Formulierungen dürfen abweichen, Keywords müssen aber enthalten sein. Hier kann man sich an Google Suggest und den Keywordlisten orientieren, die im Briefing sind. Die Faustregel lautet: Jede Subheadline soll einen Suchintent erfüllen. Beim Lesen der Subheadline muss man gleich verstehen, was im folgenden Absatz beantwortet wird.

3. Keywords im Textfluss Kein Keyword-Stuffing betreiben. An wichtigen Stellen müssen die Suchbegriffe aber enthalten sein (Beispiel: Bei einer Definition muss das Keyword mit Erklärung stehen, z.B. „SEO“ bedeutet, dass… / Unter „SEO“ versteht man…).

4. Verlinkungen einfügen/prüfen

Der Texter muss ebenso die Hinweise und Vorgaben zur internen Verlinkung einhalten. Die Linkziele und Ausgangslinks sollten jeweils unten im Briefing stehen.


5. Tags setzen

Passende Tags bzw. Schlagwörter sorgen dafür, dass die Beiträge in den richtigen Kategorien/Rubriken einlaufen und die Content-Schleife eingehalten wird.

6. Nach Veröffentlichung: Darstellung prüfen und folgende Fragen klären:


  • ist alles eingebunden?

  • wird alles angezeigt?

  • stimmen die Verlinkungen?

  • sind die Keywords stimmig im Text verteilt?

Fazit: Neben der Stilistik, Rechtschreibung und Grammatik ist es für die Qualität eines suchmaschinenoptimierten Textes entscheidend, dass dieser auch den Vorgaben aus dem SEO-Briefing entspricht. Nur dann gilt ein Artikel als vollends Google-optimiert und hat realistische Chancen, auf einem der vorderen Plätze für ein bestimmtes Thema oder ein Keyword zu ranken.



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